Nach der Schweiz ist vor der Schweiz
August 2025: Erstmal ausruhen und die vielen Ideen sacken lassen … dachte ich.
Die haben jetzt alle erstmal genug zu tun … war auch so.
Kaum zurück in Hamburg wurde ich von Harry und Andreas zu einem kleinen Himmelfahrtskommando eingeladen. Dabei sein ist alles!
Ein Schweizer Kunde von Harry hat begeistert bestellt. Die ISOSTATIC RP-400NT. Die Neuauflage der legendären ACR ISOSTATIC RP-400 ist eine Koproduktion von Harry und Michael Malejka aus Göppingen.
„1x die aktive Version mit der neuen FIR-BoxX bitte … die mit dem Display und den größeren Amps“. Gemeint war der noch zu entwickelnde FIR-AMP ULTRA.
Neben dem FIR-AMP Ultra sollte ohnehin ein ganzer Schwung vorbestellter FIR-AMP PRO Geräte gebaut werden. Also los!
Das Ultra-Board war bereits da, Harry bereitet die Gehäuse vor, Andreas entwickelt die nötigen Software-Updates, ich teste ein bisschen mit, fahre Anfang September zu Harry, Andreas kommt für die Software-Installation dazu, wir messen ein und liefern aus. Easy …
Software - Unendliche Weiten ...
Easy? Moment. Es geht um nicht weniger als die Neuentwicklung einer Software. Die Arbeiten waren gerade erst gestartet und das UI-Konzept war vollständig neu.
Was Andreas innerhalb weniger Wochen in der Weiterentwicklung geschafft hat war phänomenal. Ich war himmelhoch jauchzend …
… und in keinster Weise bereit, mir von ein paar kleineren Unwägbarkeiten und häufigen Nachtschichten die gute Laune verderben zu lassen. Bei all den großen Fortschritten hatten wir ein paar harte Nüsse zu knacken. Das erforderte intensives Testen mit immer neuen Updates, viel Geduld und Durchaltevermögen. Beim Display habe ich sehr häufig an unsere Sommerrunde bei Harry in Maisprach gedacht. „Läuft doch schon …“ klingelte es in meinen Ohren. Wie man im Bild sieht hat das Display bei der Fehlersuche geholfen.
Mit vereinten Kräften lief irgendwann alles und das sogar rechtzeitig. Plötzlich gab es ein Web-Interface für den FIR-Filter Entwickler (vorher Linux-Konsole) und ein weiteres für den Musikhörer (vorher nur Fernbedienung).
Mitten in der Neuentwicklung gab es für mich eine kurze „Pause“ im schönen Sauerland.
Intermezzo im Sauerland
Nicht nur die Schweizer waren fleißig. Zwischendurch durfte ich die intensiven Entwicklungs- und Testwochen mit neuer Software und neuen FIR-Geräten für ein paar Aktivitäten im Sauerland unterbrechen.
Guido hatte mich für Mitte August zu einem Hörtreffen nach Hirschberg eingeladen. Dort haben wir zwei vorhandene DIY Lautsprecher von ihm aktiviert und auf dem Hörtreffen vorgeführt. Große Begeisterung mit der kleinen FIR-BoxX. Zusätzlich haben wir Pläne für einen ersten FIR-Workshop geschmiedet (später mehr).
Markus Grelka hatte auch Neuigkeiten. Die Altona, ein wunderschöner 3-Wege Vintage-Style Lautsprecher, war fertig (s. Bild). Die erste Aktivierung habe ich in Markus Werkstatt in Meschede vorgenommen. Mit wenig Zeit und etwas Übereifer wurde es nur ein erstes Zwischenergebnis … freundlich formuliert Version 0.3. … es war nicht mein Tag. Das war nicht schlimm, weil ohnehin vorgesehen war, dass die Altona zur Feinabstimmung und Vorführung mit zu mir nach Hamburg kommt. Dort lief sie dann zur Hochform auf (auch dazu später mehr).
Pflicht und Kür in der Schweiz
Am 1. September bin ich in die Schweiz gefahren.
Am 2. September haben Harry, Andreas und ich zusammen in der Werkstatt in Maisprach verbracht. Während Andreas eine ganze Serie von Geräten mit Software bespielte, waren Harry und ich mit der Aktivierung der RP-400NT beschäftigt. Alles lief wie am Schnürchen.
Unfassbar, wie groß die Lautsprecher in Harry’s Werkstatt aufspielten. Die Amps der kleinen FIR-BoxX sind bereits grandios und unglaublich effizient. Die Ultra mit ihren 800 Watt setzt die gleiche Technologie mit mehr Power ein. Das war spektakulär. Pflicht erfüllt.
Am 3. September sind Harry und ich dann zu seinem Kunden gefahren. Sicher transportiert und in die Wohnung gebracht, haben wir alles aufgebaut, verkabelt und eingerichtet. Im bestehenden Setup fanden sich ein paar echte Highend-Schätzchen. Beim Raum habe ich auf Anhieb mit Bassproblemen gerechnet. Großer Irrtum! Bereits die erste Aufstellung war perfekt und der Bass noch sauberer und trockener als in Harry’s Werkstatt. Wir waren alle drei begeistert. Kür gelungen.
Nach der Schweiz ...
Am 4. September bin ich zurück nach Hamburg gefahren. Platt aber glücklich. Was war in so kurzer Zeit passiert? Es gab jetzt zwei verschiedene FIR-Boards, eine vollständig neue Software, die deutlich besser zu bedienen war und den Grundstein für alle weiteren Entwicklungen gelegt hat. Damit kann man mehr Entwickler und mehr Hörer erreichen. Aber erstmal ausruhen und die vielen Erlebnisse sacken lassen … dachte ich.